Risiken beim Online-Gaming und wie sie vermieden werden

Risiken beim Online-Gaming und wie sie vermieden werden
Allgemein

Online-Gaming erfreut sich wachsender Beliebtheit. Online-Spiele sind für viele Menschen spaßiger Zeitvertreib und entspannendes Hobby. Doch der Spaß birgt nicht unerhebliche Sicherheitsrisiken. Ob auf dem PC, dem Laptop, Tablet oder Smartphone, es gibt einige Vorsichtsmaßnahmen, die Spieler treffen sollten, um ihre Geräte und ihre Daten zu schützen.

Vorteile und Risiken von Online-Games

Manch ein Online-Spiel ermöglicht es seinen Nutzern, in andere Welten abzutauchen. In Spielen wie World of Warcraft werden mit einem Avatar Abenteuer durchgestanden und Kontakte geknüpft. Andere Online Games wie Video Slots dienen dem kurzweiligen Zeitvertreib und locken mit Gewinnen. Ein großartiger Aspekt an Online-Spielen ist, dass sie den Spielern ermöglichen, sich mit der ganzen Welt zu verbinden und auf vielfältige Weise miteinander zu agieren und zu kommunizieren. Doch gerade dieser große Vorteil birgt auch große Risiken. Denn niemand kann sich sicher sein, mit wem er gerade wirklich kommuniziert, auf wen er trifft und was mit den Daten geschieht, die für das Spielvergnügen preisgegeben werden. Wer online spielen will, muss Konten auf Spieleplattformen einrichten und mit Menschen chatten, die er nicht kennt und nicht zu Gesicht bekommt.

Diese Art der Aktivität bringt Risiken mit sich. Vor allem Viren, Datenklau und Datenmissbrauch bis hin zum Identitätsdiebstahl sowie Phishing-Angriffe gehören zu den Gefahren für Online-Gamer. Doch wer sich der Risiken bewusst ist, kann sich aktiv schützen.

Die Risiken und Schutzmöglichkeiten

Viren und Malware

Vor allem, wer versucht, günstige oder kostenlose Versionen seines Lieblingsspiels zu finden, begibt sich in die Gefahr, statt des Spiels Viren oder Malware herunterzuladen. Gleiches gilt für den Einsatz von Cheat-Codes oder Spiel-Items von Drittanbietern. Doch auch, wer ein Spiel auf legalem Wege kauft und herunterlädt, kann durch Sicherheitslücken Gefahr laufen, sich einen Computer-Virus zuzuziehen. Sobald sich der Virus oder die Malware auf dem PC befinden, können Hacker ihre Chance nutzen, um persönliche Daten zu stehlen oder den Computer bzw. die darauf befindlichen Daten zu schädigen. Wer seinen Computer und die Software vor Malware schützen will, sollte dafür sorgen, dass der PC immer auf dem neuesten Stand ist und über ein gutes Anti-Viren-Programm verfügt. Add-Ons und Patches sollten nur von vertrauenswürdigen Websites heruntergeladen werden, auf denen Sicherheitszertifikate wie das HTTPS-Vorhängeschloss sichtbar sind.

Tipp

: Vorsicht ist auch bei Pop-Up-Fenstern geboten. Hier wird manchmal behauptet, der PC sei infiziert und eine bestimmte Software solle als Gegenmaßnahme heruntergeladen werden. Doch letztendlich ist es dann gerade dieser Download, durch den der Computer mit einem Virus verseucht wird.

Auch mobile Benutzer müssen sich der Malware bewusst sein und ihr Gerät und ihre Daten schützen.

Phishing

Beim Phishing handelt es sich um eine weitverbreitete Betrugsmethode. Es werden E-Mails verschickt, die vorgeben, offizielle Mitteilungen von Banken oder Unternehmen zu sein. Es geht dann um angebliche Probleme mit einer Zahlung oder einem Konto und der E-Mail-Empfänger wird aufgefordert, auf einen Link zu klicken. Dem sollte jedoch auf keinen Fall Folge geleistet werden, denn der Link wird zu einer gefälschten Website führen, auf der persönliche Daten und Passwörter eingegeben werden sollen. Diese werden von Cyberkriminellen genutzt, um das entsprechende Konto zu kompromittieren.

Es gibt glücklicherweise einige Anzeichen, an denen eine Phishing-Mail erkannt werden kann. Dazu gehören:

  • Unpersönliche Anrede
  • Vorgetäuschter akuter Handlungsbedarf
  • Drohung mit Kontosperrung
  • Absender-Adresse weicht von der üblichen Absenderadresse des Unternehmens ab

Social Engineering

Diese Betrugsmasche ist älter als das Internet – wohl so alt wie die Menschheit – und damit letztendlich ein alter Trick neu aufgelegt. Jemand wird dazu gebracht, wichtige Informationen im Rahmen einer Kommunikation preiszugeben. Im Falle von Spielern könnte es sich um Informationen zum Konto, zu virtuellen Gütern oder gar der Kreditkartennummer handeln. Eine beliebte Masche ist, dass jemand in einem Chat den Spieler auffordert, ihn doch bitte in einem sozialen Netzwerk oder Spieleportal wie Steam hinzuzufügen, meist unter der Vorgabe, einen der Freunde des Spielers zu kennen. Diese Vortäuschung einer persönlichen Beziehung macht das Gegenüber verwundbar. Hier gilt: Genauso wenig, wie eine wildfremde Person einfach so in die eigenen vier Wände eingelassen werden sollte, sollten Spieler auf einen Link klicken, den eine Person schickt, die ihnen nicht bekannt ist.

Identitätsdiebstahl

Manchen Cyberkriminellen geht es vor allem um das Sammeln persönlicher Daten. Anhand dieser erstellen sie Profile ihrer potenziellen Opfer. Gerade Spieler, die Multiplayer-Spiele nutzen, sind hier gefährdet. Denn in diesen Spielen wird üblicherweise über eine Chat-Funktion kommuniziert. Es ist ratsam, nur das Allernötigste an Informationen über den Chat an andere Nutzer weiterzugeben, selbst, wenn sich nach einer Weile das Gefühl einschleicht, die anderen gut zu kennen. Wer ein Online-Profil erstellt, das sensible Daten wie Name, Telefonnummer und Adresse enthält, sollte dieses nicht öffentlich sichtbar machen. Nutzen Kinder den PC, sollte der Zugriff auf Chat-Funktionen eingeschränkt und die Kinder sollten frühzeitig darauf hingewiesen werden, dass persönliche Daten niemals über das Internet weitergegeben werden sollten.

Cyberkriminelle nutzen Informationen aus den Profilen, um Konten unter fremdem Namen einzurichten oder gar auf Finanzkonten zuzugreifen.

Webcam-Kontrolle

Wer denkt, es sei mit größerem Aufwand verbunden, die Kontrolle einer fremden Webcam zu übernehmen, der irrt. Denn tatsächlich kann jeder, der sich ein wenig auskennt oder eine Suchmaschine verfügbar hat, herausfinden, wie die Kontrolle über eine Webcam übernommen werden kann. Wer seine Webcam gerade nicht benutzt, sollte diese ausschalten oder noch besser: zukleben.

Fazit

Die Risiken für Online-Gamer sind zahlreich – doch die Schutzmaßnahmen sind es auch. Zunächst gilt: Traue niemandem. Vorsicht ist vor allem beim Öffnen von Links in E-Mails und in Sofortnachrichten geboten – besonders, wenn diese von Personen stammen, die nicht persönlich bekannt sind. Die Authentizität und Sicherheit von heruntergeladenen Dateien und neuer Software sollte stets überprüft werden. Des Weiteren sollten für die Sicherheit des PCs eine Firewall sowie Antiviren- und Antispyware genutzt werden. Wichtig ist auch das Erstellen sicherer Passwörter und das regelmäßige Aktualisieren der genutzten Anwendungssoftware.

Mehr Allgemein